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Freitag, 26. Juni 2015

Chi Chi Chi Le Le Le - VIVA CHILE

Estamos en la mitad de la Copa America - y Chile ya esta en el semifinal... Vamos Chile!
Siepre veo los partidos chilenos con mis amigos chilenos... y si miren a las fotos: Tambien yo soy mas chileno que la raja! ;)











Not only because of the COPA but also in every day life i am more and more socializing with chileans. Happens already that i have so many invitations where to go that it´s difficult to decide... and one as well needs some time on his/her own...



Short talk about the weather here: It is supposed to be winter, which would mean for STGO a bit of rain, some snow in the closeby mountains... Still - it just doesn´t come... Temperatures are usually in between 5 and 15 degree Celsius. But still you catch some sunny days. So it happens i leave in the morning wearing a warm sweater and a winter jacket (look at the frozen ground on this hill - left picture) and in the afternoon i would walk around in T-Shirt!





















On the other hand this lack of rain really provoces serious problems for such a big city: inversion weather with creates an incredible smog all over the city... I have known about this before, but seeing it with my own eyes makes me sick :( and actually getting sick. Like a lot of people and pupils i also suffer from the polluted air: Having a sore (and aching) throat and headache sometimes as well. During the last 2 weeks there have been several "emergency days" when cars are not allowed to be used and even a lot of industry had to be shut down to somehow reduce the smog. So it is forbidden to make fire and a lot of other things... I think the pictures speak for themselves...



Diesem Smog habe ich auch versucht zumindest für ein paar Stunden zu entkommen, wieder mal ab in die Berge. Mein neuer "Hausberg" ist der 2750m hohe Provincia. Für meinen nächsten Aufstieg peile ich weniger als 3 Stunden an :) Auch Fred war mal wieder dabei - ich weiß, dass er in den letzten Posts etwas zu kurz gekommen ist.



In der Schule läuft auch alles soweit. Gelegentliche Mehrarbeit am Wochenende durch Mathematikolympiade oder ähnliches wird dadurch leichter, dass unsere Service-Kräfte in der Schule dann echt gut auftischen *schmatz*








Meine Schüler haben wie immer mal Überraschungen parat.... Manchmal aber auch der kleinen netten Art anonym auf dem Lehrertisch hinterlegt. :)
Meine "eigene" siebte Klasse hält mich auch ganz gut auf Trab. Organisieren, Streit schlichten, Eltern treffen, Schülern ins Gewissen reden, Picknick planen, Noten machen, Fototermine usw...

Neulich musste ich zum ersten Mal Vertretung in einer ersten Klasse machen... und dann auch noch Sport!!!! Ihr lieben Kindergärtnerinnen und Grundschullehrerinnen: Meinen Respekt!!! Ich möchte auf diesen (für mich) Horror gern in Zukunft verzichten... Beweisfoto







Auch das kollegiale Verhältnis (auch unter den deutschen Lehrern) hier ist deutlich lockerer als in Dtl. Weggehen mit den Kollegen ist an der Tagesordnung, sei es zum Trinken, Fussball schauen, Tanzen oder einfach Feiern. Auch wenn wir an der Choreografie noch etwas arbeiten müssten...


So geschehen bei der Abschiedsfeier einer deutschen Kollegin.











Mit Kollegen und Chefs beim Feiern im nächtlichen Santiago:

Übrigens: Es freut mich auf verschiedenen Kanälen immer mal zu hören, dass ich noch nicht vergessen bin. Es soll wohl gar ehemalige Schüler geben, die sich nach mir erkundigen! Das klingt gut :)

In einer Woche beginnen hier meine Winterferien und natürlich habe ich schon Pläne. Aber davon später mehr...

Seid geherzt und gegrüßt mitten aus dem Zentrum des südamerikanischen Geschehens
Euer Michael

Donnerstag, 28. Mai 2015

My trips on the weekends

Hallo,
haven't been writing for quite some time. Here is some info about how i spent my last month...

First: I want to introduce to you my chilean sister Kali and brother Ignacio (by heart) and another friend Constanza.
Of course I have also been doing some treking. Here in cerro El Roble. In the background right over my head you see the Aconcagua, the highest mountain outside of the Himalaya.


Anfang Mai war ich für ein paar Tage im Süden in Temuco, Osorno und den dortigen Anden. Ich bin mit dem Nachtbus hin und zurück gefahren (am Montag danach direkt zum Zähneputzen, Umziehen und dann Unterrichten in der Schule angekommen ^^).
In Temuco habe ich bei einer Mapuche-Familie couch-gesurft. Am ersten Tag wurde direkt eine Kuh geschlachtet, zerlegt und gegrillt - chilenisches asado! :) Und am dritten Tag sind wir mit ihren Freunden in die Anden zu ein paar natürlichen vulkanischen Thermen gefahren...





Das letzte Wochenende war ebenfalls ein verlängertes. Ich bin über 2000km in den absoluten Norden Chiles geflogen, nach Arica, direkt an der peruanischen Grenze. Dort hab ich bei Andrica und Osman (kennengelernt 2013) gewohnt.
Arica ist eine (wenn nicht DIE) trockenste Stadt Chiles, obwohl direkt am Meer gelegen. Es gibt eine stillgelegte Eisenbahnstrecke nach Bolivien (die mangels Eisenbahnen überhaupt eine kleine Attraktion ist), den sich über der netten Innenstadt erhebenden Hügel Morro, einen großen Markt (Tomaten in dieser Region für ca. 23c das Kilo).



 In Arica waren die Temperaturen selbst jetzt im Mai noch echt angenehm - 17 bis 27 °C (in Santiago hingegen ist es inzwischen sehr winterlich mit 3 bis 17°C).


Einen Tag bin ich ins chilenische Altiplano gefahren - von Null auf 4500m Höhe über dem Meeresspiegel. Klar, dass ich wieder Schwindel und Müdigkeit merkte, aber die kleinen Dörfchen, Landschaft und Tiere waren echt toll. Die weißen Vulkane sind knapp 6000er an der bolivarischen Grenze.







Auch andere Couchsurfer aus Arica habe ich getroffen.
Und für einen Tag bin ich nach Tacna (Peru) über die Grenze gefahren. Auf peruanischer Seite ist alles ein wenig günstiger. Ich war auf vielen Märkten, in Geschäften und habe echt lecker mit 3 Gängen und Getränk für 3€ umgerechnet in einem Mittelklasse-Restaurant gegessen :)



Soweit die Wochenendausflüge...
Im Moment sitze ich mit leichten Halsschmerzen zu Hause. In der Schule läuft alles soweit. Ich habe vor die weiteren Wochenenden noch ein paar Berge/Hügel unsicher zu machen - deren Höhe abhängig davon je nachdem wann und wo der Schnee kommt. Da die Häuser hier lange nicht so wie in Deutschland gedämmt sind, wird es echt empfindlich kühl, die meisten Chilenen sitzen dann einfach mit Jacke im Haus ;)
Und etwas anderes spannendes steht ins Haus - in ein paar Wochen fängt die Copa America an - HIER, in Chile. Die meisten Spiele werden natürlich in Santiago ausgetragen... ich bin gespannt.

Liebe Grüße euch allen!
Hasta pronto amigos mios!

Montag, 27. April 2015

SOY UN ANIMAL!

Ya llevo mas que 2 meses aca. Y me siento muy bien :)




A school trip with my class looks like this









Zu einer Schulfeier kamen Karrikaturisten - so sah mich einer :)
















Und ich habe meinen ersten Lohn inkluve Nachzahlung und Flugticket-Erstattung bekommen - Multimillionär :)

Letztes Wochenende war ich mit einer Wandertruppe am Salto Apoquindo, einem schönen Wasserfall (alles direkt "um die Ecke"). Da es recht kühl war, war ich der einzige Verrückte im Wasser...






And today i just came back from the hardest hike i ever did so far. I also saw the most beautiful nature there - right next to Santiago.
I decided to do a 2-days-hike to the hills/mountains i always see right from my window. As there isn't any water on the way i carried a backpack with 5 liters of water, a cooker, tent, sleeping bag, food and clothes. (due to my good physical condition i was even faster than most of the other hikers there at the beginning). And i walked all on my own.
I started from 990m altitude in Puente Nihue (a national parque entrance in Santiago). After 1,5 hours i arrived at 1850m at Alto de Naranjo and made my first bigger stop. It was amazing beautiful.
I was surrounded by lizzards, watched by foxes and condors and passed by some cows and horses.



Bis hierher ein anstrengender aber angenehmer Halb-Tages-Ausflug für abenteuerliche Familien.

Danach ging es weitere 1000 Höhenmeter bis zum Cerro Provincia, also fast bis auf Höhe der Zugspitze. Ein Tagestrip hin und zurück für Berg-Verliebte. Ich war mit dem schweren Rucksack ganz gut dabei, von der Höhenkrankheit diesmal keine Spur. Mein Geist beflügelte mich mit der Idee zu dieser Gewalttour, mein Wille trieb mich an und mein Körper trug mich Schritt für Schritt voran. Mit dieser Einheit schaffte ich es bis auf 2850m in nichtmal 5 Stunden.
SOY UN ANIMAL!!!
Kurze leichte Krämpfe in einem Oberschenkel inbegriffen. Ein paar wunderbare Eindrücke in Bildern:
Nicht etwa ein Abhang, sondern der gerade zurückgelegte Weg
Im Hintergrund der "El Plomo" 5400m (Ziel meiner letzen Tour)

Im Hintergund mein heutiges fernes Ziel, der "Cerro San Ramon" 3250m.



Bis zu diesem Punkt hatte ich nur die Hälfte meines Weges geschafft (bislang fast 10km), wenn auch die meisten Höhenmeter (1900m). Ab hier ging es ganz allein weiter - keine andere Berg-Touristen. Es ging unschönerweise gleich erstmal wieder 200m herab und dann einen schmalen Kamm entlang weiter bergauf. Und schmal heißt schmal. Erst dachte ich: "Uh, nur ein halber Meter zum sicher laufen und links und rechts steile Sand-/Kiesrutschen." Dann wurde aus dem halben Meter ein Fuß breit, teilweise mit klettern. Auch wurde der Weg kaum mehr erkennbar und war ab hier nicht mehr gut (mit gelegentlichen Schildern) ausgewiesen, ledigleich kleine Steinhaufen und meine Fährtenleserfähigkeiten halfen mir. Jedoch hab ich mich einmal für etwa eine halbe Stunde verlaufen...
Meine Schritte wurden langsamer, der Rucksack (trotz bereits etwa 3kg weniger Gepäck) gefühlt schwerer und jedes Füßeheben wurde preisverdächtig. Wo mich anfangs noch mein Wille antrieb waren es jetzt wohl mehr Gnade und die Hoffnung aufs Ziel.
Bei jedem Hügelchen dachte ich: "DAS muss er doch endlich sein". Aber es ging immer weiter. Nach 20km mit ca.10kg auf dem Rücken und 2300 Höhenmetern in insgesamt 9 Stunden kam ich an. Ab ins Refugio (50m unterhalb des Gipfels), jeden Tropfen Wasser aus der Flasche lecken. Tee kochen, essen machen. Es blieben mir 1,5 Liter Wasser für den Abstieg am nächsten Tag.
Dort oben war ich (wie fast auf der ganzen Strecke) komplett allein. Keine Pflanzen, keine Tiere. Und es war totenstill auf der Geröllebene.
ein schmaler Grat auf dem ich wandelte


"eindeutig" erkennbar - der Weg


das Refugio

After quite some sleep i got up next morning, finding Fred watching the sunrise :)
I made my way up to the top and then had to go down all the 2300m again. Another shorter route (I thought!), so with a lot more steepness. Ich bin viele Geröllhalden runtergerutscht/gelaufen und echt steil!
Ersatzknie nehme ich jederzeit dankbar an!
Cuando empezaba bajar tuve como 1,3 litros de agua. Despues de dos hora caminando me quedaron 0,7 litros. y una hora mas solo 0,4 litros. Hasta este momento no sabia donde y cuando encontrar agua...
Mit nur noch 0,4 Litern Wasser kamen mir (auf einem Weg, bei dem ich mir mit der Richtung nicht sicher war) 3 chilenische Engel entgegen, die mit ihrer Ortskenntnis mich in eine andere Richtung hinab ins Tal schickten und mir Wasser in etwa einer Stunde prophezeiten.
I just walked on, always descending, more dreaming and in trance than anything else. And then, i saw grass again, and bushes. After one hour is saw really green grass and heard a river. Mum, i never liked to see grass, or anything green (at least not for food). But this brought tears of relieve into my eyes.
Just some minutes further i met other people and a little further my salvation: a small spring. I drank with consciousness like never before...
From there it was 2 more hours to an exit of the national parque, but nothing difficult anymore, and also always other people around. 
Summary: About 35km, 2300m up and down again, difficult underground, no water on the way.
Fred watching the sunrise
la cumbre en 3250m
This was my path! Straight down some 500m, not always controlled
Could have been me (some weeks later)
endlich wieder Gebüsch und ein richtiger Weg!
Meine Rettung, eine kleine Quelle
Nach etwa 4h Abstieg - links im Hintergrund der Cerro San Ramon
Diese Tour ist ist mit Sicherheit die härteste und auf Grund des Wassermangels, der Einsamkeit und der Steilhänge auch die gefährlichste bisher. Nichtsdestotrotz war alles gut geplant und vorbereitet. Ich habe bislang nicht gehört, dass jemand diese Strecke in dieser Jahreszeit (kaum Wasser) und vor allem in dieser Geschwindigkeit bezwungen hat. Mit den vielen geistigen und menschlischen Helfern habe ich's geschafft und danke meinem Herrgott dafür.
Die Natur auf dieser Tour war echt atemberaubend - besucht mich, ich führe euch gern :)

Ich habe gelernt - mit der richtigen EFG (Einstellung, Führung und Gnade) kann man viel erreichen. Und: SOY UN ANIMAL!!! :D

Seid geherzt,
der-mit-dem-verspannten-Rücken-und-den-schmerzenden-Gliedern
"Mitschael" (chilenische Aussprache)